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Erdwärmepumpe

Erdwärmepumpen stellen eine umweltfreundliche und günstige Wärmegewinnungsanlage dar. Die Erdwärmepumpe (Sole-Wasser-Wärmepumpe) bezieht Wärmeenergie aus dem Erdboden und heizt damit Gebäude oder erhitzt Brauchwasser. Das Erdreich bietet das ganze Jahr über genügend Wärme, um eine Wärmepumpe effizient zu betreiben. Die Wärme wird entweder durch Erdsonden aufgenommen oder durch Erdkollektoren, die über ein größeren Gebiet flach unter der Erde verteilt sind. Mit Erdwärme kann im Sommer auch gekühlt werden.

Erdwärmepumpe Funktionsweise

Durch im Erdreich installierte Erdkollektoren oder Erdsonden wird Wärmeenergie an die Oberfläche transportiert. Die Erdwärmepumpe nimmt diese Wärmeenergie auf und gibt sie an das Heizsystem weiter. Die Erdwärme wird ständig nachgeliefert, wegen dem Temperaturunterschied zwischen Erdoberfläche und Erdinnern. Für Erdsonden sind Bohrungen von 50m-250m notwendig, Erdkollektoren benötigen ungefähr die doppelte Ausbreitung der beheizten Fläche.

Erdwärmepumpe Vor- und Nachteile gegenüber anderen Wärmepumpen

Das Erdreich besitzt das ganze Jahr über eine ausreichend hohe Temperatur, um eine Erdwärmepumpe effizient zu betreiben Wegen den Bohrungen ist mit höheren Installationskosten zu rechnen, als bei einer Luftwärmepumpe. Dafür fallen die Betriebskosten geringer aus. Eine Bewilligung für die Aufstellung einer Erdwärmepumpe muss eingeholt werden.

Leistung und Effizienz von Erdwärmepumpen

Die Temperatur der Erde beeinflusst die Leistung und Effizienz der Erdwärmepumpe massgeblich. Da die Temperatur mit zunehmender Tiefe steigt, erbringen Erdwärmesonden im Durchschnitt höhere Leistungen. Flächenkollektoren weisen im Sommer, wenn die Sonne scheint höhere Soletemperaturen auf, aber im Winter besteht die Gefahr, dass sie auskühlen. Allerdings besteht im Sommer kaum Wärmebedarf. Die Erdsonde hat weniger Leistungsschwankungen, da die Temperaturen über das Jahr ausgeglichener sind.

Erdwärmepumpe-Kosten

Die Kosten für eine Erdwärmepumpe setzen sich zusammen aus den Investitionskosten und den laufenden Stromkosten. Die Investitionskosten beinhalten die Wärmepumpe, die Erschliessung der Wärmequelle, Zubehör und Installationsarbeiten. Den eher hohen Anfangskosten stehen günstige Betriebskosten gegenüber. Nur ca. 25% Stromkosten fallen an, der Rest wird gratis von der Umwelt gewonnen. Abhängig ob Erdwärmesonden oder -kollektoren eingebaut werden variieren die Kosten. Sonden sind teurer, dafür sind die Stromkosten tiefer. Elektrizitätswerke bieten meist einen Spezialtarif für Strom für Wärmepumpen an. Vergleicht man die Gesamtkosten verschiedener Heizungen für Heizen und Warmwasseraufbereitung in einem gut isolierten Einfamilienhaus schneidet die Erdwärmepumpe mit Sonde am besten ab. In dieser Rechnung wurden Investitionskosten (Anschaffung und Installation), Energiekosten (Öl etc.) und übrige Heizkosten (Service, Reparatur, Rauchgaskontrolle etc.) berücksichtigt.

Erdwärmepumpe Preise

Der Prei der Erdwärmepumpe setzt sich aus verschiedenen Posten zusammen und ist auch abhängig von Grösse und Standort des Objektes.

Anschaffung der Erdwärmepumpe

Für ca. 8‘000 bis 16‘000.- Franken sind Erdwärmepumpen für Einfamilienhäuser erhältlich. Es gibt auch deutlich teurere Modelle, die dafür über einen höheren Leistungsgrad verfügen.

Erschliessung der Wärmequelle

Bei Erdsonden fallen zusätzliche Kosten für Bohrungen an. Diese variieren je nach tiefe der Bohrung und nach Beschaffenheit des Untergrundes.

Kosten für den Einbau

Die Montagekosten sind abhängig vom Installateur und der Grösse der Wärmepumpe, sie betragen bis zu 30% der Kosten für die Pumpe.

Laufende Kosten

Die Betriebskosten für Erdwärmepumpen sind gering. Wartungsarbeiten fallen keine an. Eine Erdwärmepumpe hat eine Lebenserwartung von ungefähr 20 Jahren.

Finanzierung einer Erdwärmepumpe

Für die Finanzierung von Erdwärmepumpen bieten sich Öko-Kredite an. Bis zu 1% Rabatt auf Hypotheken und Kredite bieten Banken damit für ökologische Gebäude.
Auch von Seiten des Staates wird umweltfreundliches Bauen mit Fördergeldern unterstützt.