Photovoltaikanlage
Photovoltaikanlagen produzieren durch eintreffende Sonnenstrahlen Solarstrom. Eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 10 m2 erzeugt 800 bis 1000 kWh pro Jahr. Mit ca. 40 m2 Dachfläche für eine Photovoltaikanlage können bis zu 100% des jährlichen Verbrauchs von vier Personen gedeckt werden. Mit Sonnenenergie kann auch Wärme erzeugt werden dafür werden sogennante Solarthermie-Solaranlagen eingesetzt.
Aufbau von Photovoltaikanlagen
SolarzellenPhotovoltaikanlagen beinhalten Solarmodule, die aus einzelnen Solarzellen zusammengesetzt sind. Solarzellen bestehen aus Halbleitern, meist Silizium, die unter Licht Elektrizität erzeugen (Photovoltaik-Technik). Das reine Silizium wird zu hauchdünnen Scheiben gepresst und mit einer Schicht bedampft, um die Reflexion zu reduzieren. Je mehr Licht auf die Zelle fällt, umso höher die Photovoltaikanlagen-Leistung. In einer Zelle wird bei voller Sonneneinstrahlung eine Leistung von ungefähr 1,5 W Gleichstrom produziert. |
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Verschiedene Solarzelltypen
Es gibt drei verschiedene Solarzelltypen, die nach Kristallart unterschieden werden, monokristallin, polykristallin und amorph. Monokristalline Zellen haben den höchsten Wirkungsgrad, sind aber auch am teuersten. Die Herstellung von polykristallinen Zellen ist günstiger, dafür ist der Wirkungsgrad geringer. Bei den amorphen Zellen, wird eine Siliziumschicht auf Glas oder anderes Substratmaterial abgeschieden. Dieses Verfahren ist sehr billig, hat aber auch den niedrigsten Wirkungsgrad.
| Material | Wirkungsgrad in % Labor | Wirkungsgrad in % Produktion |
|---|---|---|
| Monokristallines Silizium | etwa 24 | 14 bis 17 |
| Polykristalline Silizium | etwa 18 | 13 bis 15 |
| Amorphes Silizium | etwa 13 | 5 bis 7 |
Solarmodule
Photovoltaik geschieht in kleinen Solarzellen, die zu Solarmodulen zusammengefasst werden. Diese Solarmodule werden durch eine Laminierung aus Glas und Kunststoff vor Umwelteinflüssen geschützt und als Bestandteile für Photovoltaikanlagen eingesetzt.
Arten von Photovoltaikanlagen
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Es existieren zwei Arten von Photovoltaikanlagen, Netzverbund- und Inselanlagen.
Die Stromversorgung von Berghütten, Ferienhäusern, Notrufsäulen oder Parkscheinautomaten erfolgt durch Insel-Solaranlagen mit Elektrizitätsspeichern.
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Kosten und Nutzen von Photovoltaikanlagen
Nutzen einer Photovoltaikanlage
Solarstrom kann selbst verbraucht oder ins öffentliche Netz eingespeist werden. Ist die Solaranlage einmal installiert, wird der Strom gratis hergestellt. Wenn die Photovoltaikanlage bei Swissgrid registriert ist, ist der Netzbetreiber verpflichtet den Strom abzunehmen und zu bezahlen. Das Kontingent für Neuanmeldungen ist jedoch zurzeit ausgeschöpft. Eine Erhöhung ist geplant. Trotzdem lohnt sich eine Photovoltaikanlage, auch wenn man einige Jahre warten muss, bis mit dem Strom ein Ertrag erzielt wird. Die Selbstversorgung ist sichergestellt, gratis und die Investitionskosten der Photovoltaikanlage können von den Steuern abgezogen werden. Und Photovoltaik ist umweltfreundlich!
Kosten einer PhotovoltaikanlageDie Baukosten für eine Photovoltaik-Anlage sind bei grösseren Anlagen deutlich tiefer, als bei kleinen. Daher ist es ratsam die ganze zur Verfügung stehende Dachfläche zu nutzen. Der überschüssige Solarstrom kann ins öffentliche Netz eingespeist werden und wird vergütet. Damit kann die Photovoltaik-Anlage refinanziert werden. Photovoltaikanlagen PreiseNetzverbundanlagen für ein Einfamilienhaus mit 2 bis 4 kWp kosten fertig installiert ca. 9’000 Franken pro kWp. Bei grösseren Anlagen ist der Preis 10% bis 20% günstiger. Der Kilowattstundenpreis für die Amortisation der Anlagen liegt für aktuelle Photovoltaikanlagen bei etwa Fr. 0.60 bis 0.80 pro Kilowattstunde. |


