Debitorenmanagement
Das Debitorenmanagement besteht aus den Bereichen Bonitätsprüfung, Mahnwesen sowie Inkasso. Überträgt man sein Debitorenmanagement an ein Factoringunternehmen, verfügt man trotzdem über alle Daten.
Debitorenmanagement - Vorteile
Insbesondere für KMU, deren eigenes Rechnungswesen noch nicht allzu komplex ist, lohnt sich diese Funktion des Factorings. Durch das Debitorenmanagement sparen KMU Personal, Material und anderen Aufwand. Für diese Dienstleistung, wie für die Übernahme des Ausfallrisikos, verlangen Factoringunternehmen einen Entgelt, das prozentual zum entsprechenden Rechnungsbetrag berechnet wird. Verfügt man über eine effiziente softwarebasierte Buchhaltung, sollte man das Inhouse-Factoring wählen, bei dem man das Debitorenmanagement selbst übernimmt.
Debitorenmanagement outsourcen - Vorteile
| Die Debitorenforderungen machen häufig einen wesentlichen Teil der Bilanzsumme von KMU aus. Mittels Outsourcing des Debitorenmanagements können diese Forderungen in sofortige Liquidität umgewandelt werden. Durch die Forderungsübergabe an einen Factor, sichert sich das Unternehmen gegen das Ausfallrisiko aus offenen Forderungen ab und kann zudem Kosten und Aufwand für ein eigenes Debitorenmanagement sparen. Entlastet vom Debitorenmanagement kann sich das Unternehmen auf seine Kerntätigkeit fokusieren. | ![]() |
Folgende Gründe sprechen darüber hinaus für das Factoring:
1. Factoring verbessert Liquidität
Für KMU ist die Eigenkapital- bzw. Liquiditätsbeschaffung der ausschlaggebende Grund für das Outsourcen des Debitorenmanagements. Die Übergabe des Debitorenmanagements erlaubt es, den Zeitraum zwischen Rechnungsstellung und Liquiditätszufluss klar zu verkürzen. Der Factor bevorschusst 70 bis 90 Prozent des Rechnungsumsatzes innert zwei Arbeitstagen. Der zeitnahe Liquiditätszufluss steigert den finanziellen Spielraum für die KMU und lässt Unabhängigkeit von Fremdmitteln, wie zum Beispiel Hausbankkrediten zu.
2. Factoring entlastet KMU vom Aufwand eines eigenen Debitorenmanagements
Durch die Forderungsübergabe an das Factoringunternehmen, übernimmt der Factor auch das gesamte Mahnwesen sowie die Debitorenbuchhaltung. Das Outsourcing des Debitorenmanagements entlastet KMU, die dadurch innerbetriebliche Fixkosten senken können und sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren können.
3. Factoring trägt zur Unabhängigkeit von Banken bei
Die verbesserte Liquidität erlaubt es KMU, Skonti besser auszunutzen und macht sie daher weniger abhängig von Krediten. Dies hat wiederum einen positiven Einfluss auf die Zinsen für längerfristige Kredite und somit eine Verbesserung der Investitionsfähigkeit des Unternehmens zur Folge.
4. Factoring stärkt KMU für saisonale Schwankungen
Die verbesserte Liquiditätslage infolge Übergabe des Debitorenmanagements hilft KMU schlechtere Monate besser zu überbrücken. Insbesondere Branchen, die vom Weihnachtsgeschäft abhängig sind oder die Landwirtschaft werden dank Factoring und dem Outsourcing des Debitorenmanagements deutlich entlastet.
5. Factoring sichert KMU vor Forderungsausfall
Sollte es zu einem Forderungsausfall kommen, ist die Forderung des Klienten versichert und das Factoring-einsetzende Unternehmen bekommt nach ca. 120 Tagen 100 Prozent der Forderungssumme. Diese Absicherungsfunktion wird insbesondere heutzutage, da die Zahl der Insolvenzen steigt wie nie zuvor, immer wichtiger. Die neuste Statistik des Verbandes Schweizerische Creditreform zeigt, dass es 2008 über 4000 Firmenkonkurse gemeldet wurden. Das Factoringunternehmen schützt sich direkt oder indirekt mit einer Warenkreditversicherung, sollten die offenen Forderungen der Debitoren ausfallen.

